Geschichte

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Literatur zur Geschichte

 

Buschow Oechslin, Anja: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Band 4: Der Bezirk Höfe. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2010. Zitate:

"Kaum war die erwähnte Strasse erstellt, erhoben sich im Berg andere Wirtshäuser, Luft- und Kuranstalten, die recht fleissig besucht wurden, wenn auch nicht von Engländern, doch umso fleissiger von unseren lebensfrohen Einsiedlern." Tatsächlich entwickelte sich das kleine Bauerndorf am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Luft- und Molkenkurort. Kurz nach Fertigstellung der Strasse entstanden das Kurhaus zum Feusisgarten (Feusisgartenstrasse 21) des Anton Feusi und das Hotel zur frohen Aussicht (Dorfstrasse 27). Wenig später wurde das Gasthaus Feusisberg (Dorfstrasse 40), 1989 schliesslich das Hotel Schönfels errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts florierten die Betriebe. Seit 1901 lockte zudem die auf dem Etzel errichtete Gaststätte mit Aussichtsturm. (Seite 270)

Feusisgartenstrasse 21. Ehemaliges Kurhotel Feusisgarten. 1857/58 errichtete Anton Feusi das am Hang oberhalb der Riedtrasse gelegene Gasthaus, das in den folgenden Jahrzehnten zum Kurhotel ausgebaut wurde. Der Liegenschaftenaufnahme vom Ende des 19. Jahrhunderts ist zu entnehmen, dass sich beim Kurhaus eine Trinkhalle und ein Garten befanden. Auf Ansichtskarten aus dem frühen 20. Jahrhundert ist das Hotel wiedergegeben. Es bestand aus zwei zusammengebauten dreigeschossigen Häusern, denen im ersten Obergeschoss grosse Balkone aus Holz vorgelagert waren. Die Giebelfassade des östlichen Hauses mit Satteldach war zur Strasse gerichtet. Das westliche Haus unter Kehrfirst war leicht nach Norden zurückversetzt. 1913 brannte das Gebäude ab und wurde noch im gleichen Jahr vom damaligen Besitzer Kränzlin durch den heutigen Neubau ersetzt. (Seiten 294f.)

 

Buschow Oechslin, Anja: Der "touristische Blick" erschliesst sich den Gipfel des Etzels. Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, Nr. 100 (2008) (PDF)

Joseph Franz Kümi von Wollerau, Pfarrer und Sextar

​Eine der herrlichsten Aussichten in der ganzen Schweiz ist die ab dem hier nahe an die Grenzen des Zürichergebiets anstossenden Feusisberg.

In: Briefe, Schweiz. Museum 1784 S. 470 ff.

Der Postkurs Richterswil-Einsiedeln im 19. Jahrhundert

Aus dem Sihltaler Anzeiger vom 23. Dezember 1949 (PDF):

Schindellegi, das damals Pferdewechselstation war mit dem Postbüreau beim Hirschen droben, hat heute noch Stallungen auch beim neuen Postbureau. Diese stammen allerdings aus späterer Zeit, als um die Jahrhundertwende schon dreimal'ger Verkehr mit Vier- bis Fünfplätzer nach dem in dieser Zeit in hoher Blüte stehenden Kurort Feusisberg (...) bestand.

 

Johann Wolfgang von Goethe

Goethe reiste zweimal, 1775 und 1797, durch die Höfe nach Einsiedeln. Über die «entzückende Aussicht» bei Schindellegi schreibt er in seiner Autobiographie «Dichtung und Wahrheit»:

Als wir in das Tal von Schindellegi wieder hinab steigen sollten, kehrten wir uns nochmals um, die entzückende Aussicht über den Zürich See in uns aufzunehmen.

Dann dichtet er:

Wenn ich, liebe Lilli, dich nicht liebte,

Welche Wonne gäb’ mir dieser Blick!

Und doch, wenn ich, Lili, dich nicht liebte,

Wär’ – was wär’ mein Glück?

Siehe auch: Als Johann Wolfgang von Goethe die Höfe durchwanderte Clara Luisa Demar, Höfner Volksblatt, 27. Juli 2020 (PDF)

 

Etzel.jpg

Der "touristische Blick" erschliesst sich den Gipfel des Etzels.

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